Jörg W.Schirmer

“Poser” Bronze, Aufl. 15, Höhe: 38,5 cm, 2018

“Diva” Bronze, Aufl.7, Höhe: 140 cm, 2015

“Mädchen in die Ferne blicken”, Bronze, Aufl. 15, Höhe 26,5 cm, 2017

“Mènage à trois” Bronze, Aufl.7, Höhe 43 cm,

“Die Tanzende”, Bronze, Aufl.15, Höhe 25,5 cm, 2015

 

©Georg Pieron

Die langjährige Zusammenarbeit - immerhin ungefähr 20 Jahre - mit dem Künstler ist nie langweilig. Da ist immer der Thrill, wie wird die nächste Skulptur, Plastik in welchen Farben kommen seine SCHREITENDEN, LIEGENDEN, IN DIE FERNE BLICKENDEN daher, welchen Inspirationen folgt er als nächstes. Was haben uns seine Homunkuli zu sagen? Sind das überhaupt welche? Bleib mal schön auf dem Boden! Geerdet zu sein, ist dem Künstler ein Anliegen, für seine Skulpturen eine Selbstverständlichkeit. Immer gut gelaunt. Viele Bekannte suchen die positive Ausstrahlung von Jörg W. Schirmer, um sich selbst erneut zu erden. Doch alles der Reihe nach… Jörg W. Schirmer, Essener, geboren in Frankfurt am Main, ist internationaler Künstler. Er begann seine Bildhauerkarriere an der Kunstakademie in Düsseldorf als Schüler von Markus Lüpertz mit Abschluss als Meisterschüler, ein Ende ist (zum Glück) nicht in Sicht. Die großen Füße, sein Markenzeichen, sind Reminiszenzen an Studienzeiten, folgend dem Prinzip der „Ameisenperspektive“, ein Wort, das es bisher eigentlich gar nicht gab, aber die Froschperspektive war ihm einfach nicht genug. Er will, dass seine Skulpturen, vom richtigen Standpunkt betrachtet, vor neutralem Hintergrund so groß wirken wie ein Baum, ein Haus. Er hätte nichts dagegen, dieses Prinzip auch einmal in die Wirklichkeit umzusetzen. Seit einigen Jahren ist es sein großes Verdienst in der Kunstgeschichte, den künstlerischen Bronzeguss ins 21. Jahrhundert zu holen. Immer wieder experimentiert er mit gehauenen, gemaserten, polierten Flächen und kombiniert diese auf seinen Bronzen. Bei allem bildhauerischen Geschick - er hat schließlich vor seinem Studium eine Bildhauerlehre gemacht - und aller Inspiration, darf man die Wichtigkeit der Zeichnung und Malerei im Hinblick auf seine Skulpturen nicht vergessen. Ohne Skizze keine Skulptur! Ausprobieren, von verschiedenen Seiten zeichnen; das Kunstwerk soll ja nur Schokoladenseiten haben.Wo für die meisten Künstler nach Erstellen des Gips- oder des Wachsmodels die Arbeit getan ist und dem Gießer der Rest überlassen wird, sprich Silikonform erstellen, gießen, ziselieren und patinieren, beginnt für Schirmer nach dem Guss eine aufregende, anregende Kommunikation mit der gegossenen Bronze. Hier kommt der Maler Schirmer ins Spiel. Die Bronze wird weiß grundiert und komplett bemalt, in einer oder mehreren Farben. Die Malerei erobert die Plastik. Erst durch den Anschliff und die abschließende Politur werden Bronzeplastik und Malerei vereint. So erreicht Schirmer ein Zusammenspiel der Alt-Ehrwürdigen Bronze mit den Farben seiner modern avantgardistisch geprägten Kunst.