Jesús de la torre

Edvardas Racevicius

18.10.-16.11.2019

 
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Jesus de la torre

Menschen, die einem aus vergangener Zeit bekannt scheinen – etwa aus der griechischen Mythologie oder dem Barock – transformiert der Künstler in die Räumlichkeit gegenwärtiger Kontexte. Durch das gezielte Aufgreifen historischer Komponenten in Verbindung mit abstrakter räumlicher Darstellung und der Verschmelzung von Zeit und Realität, kreiert der Künstler seine eigene Traumwelt und bildet ein neues Raum-/Zeit-Konstrukt.

Betrachtet man die Werke von Jesús M.R. de la Torre, fühlt man sich an Alte Meister der Kunstgeschichte erinnert, bekommt jedoch niemals den Eindruck der Nachahmung. Seine Werke wirken vielmehr als vollkommene Symbiose von Historie und Gegenwart, von Realität und Traumwelt.

Die Werke von Jesús M.R. de la Torre lassen sich als ein neu interpretiertes und wegweisendes Zitat der Geschichte begreifen, welches seine Gültigkeit in der Gegenwart gefunden hat.

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edvardas racevicius

In den Arbeiten von Edvardas Racevičius kommen Renaissance und Barock aus dem Wald. Wie auch der größte Teil der litauischen Kultur. Die Beziehung zwischen Mensch und Baumi st in der litauischen Kultur archetypisch. Der Wald ist der Raum für sakrale Erlebnisse, der Baum ist die vertikale Achse der Welt. In dem alten Glauben der baltischen Stämme inkarnierten sich die Seelen in Bäumen, es sind auch Bestattungen in Bäumen bekannt. Die alten Pruessen wunderten sich, warum aus den Bäumen kein Blut fliesst, als sie von den ankommenden Christen gefällt wurden. E. Racevičius findet diese Seelen in den Bäumen,sie sind erstaunt, in das Tageslicht hineingezogen. Als ob sie gar nicht hier sein sollten. Als würden sie ertappt werden. Die Authentizität dieser alten, groben Figuren ist nicht geringer als die der Originale, auf die sie sich beziehen und in ihrer Interpretation erscheinen sie noch archaischer als diese. Im Holz findet er das Echo der westlichen Kultur und versucht, den Betrachter auf seine eigene Art davon zu überzeugen, dass die Wurzeln der europäischen Kultur und ihre Vitalität aus der Erde kommen.

 
 

Sightzeichen ´19

groupexhibition

22.11.2019 - 11.01.2020

 
 

Welt der Skulpturen

Zeitgenössische Positionen der Bildhauerei

Vol. II

13.12.2019 // 7 pm